DEUTSCHLAND

Auch bei uns in Deutschland gibt es Kinder und Jugendliche, die unsere Hilfe benötigen. Seit Gründung des Vereins und schon davor, liegen uns Kinder und Jugendliche, die in unterschiedlicher Art und Weise von HIV betroffen sind, besonders am Herzen.

An jedem 1. Dezember wird seit 1981 – dem Tag als AIDS als eigenständige Krankheit anerkannt wurde – mit dem Welt-AIDS-Tag die Aufmerksamkeit auf die lebensbedrohliche Krankheit gelenkt. Dann berichtet das Robert-Koch-Institut über die aktuellen Zahlen in Deutschland und weltweit.

Wir begleiten die betroffenen Kinder und Jugendlichen kontinuierlich das ganze Jahr über. In Gesprächen mit betroffenen Eltern, Ärzten und Betreuern erfahren wir immer wieder von Ausgrenzung und Stigmatisierung, wenn eine HIV-Infektion bei einem Familienmitglied bekannt wird. Uns erschreckt, wie viel Unkenntnis nach wie vor in großen Teilen unserer Gesellschaft vorhanden ist. Aus diesem Grund unterstützen wir Projekte an Schulen, die wertvolle Aufklärungsarbeit für junge Menschen leisten.

Genau so wichtig ist es, dass sich betroffene Familien austauschen können. Dies passiert vorbildlich in dem Projekt der Initiative „Aids, Kinder und Familie – Hilfe zur Selbsthilfe“ der Aidshilfe Niedersachsen. Bei dem von ausgebildeten Betreuern begleiteten Familienseminar an Bord des Segelschiffs Wilhelmina genießen Kinder, Jugendliche und die begleitenden Eltern eine Woche lang unbeschwerte Ferien bei einem Abenteuer auf dem Ijsselmeer.

Vielen Dank!

Seit 2009 unterstützen wir die von Professor Dr. med. Ulrich Baumann geleitete HIV-Ambulanz an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). An der MHH gibt es die einzige spezialisierte Ambulanz für HIV-positive Kinder in ganz Niedersachsen. Mit großem Engagement und unglaublichem Einfühlungsvermögen leisten Professor Baumann und sein Team großartige Arbeit. Zugleich engagiert sich Professor Baumann als Vorsitzender des „Vereins zur Unterstützung AIDS-kranker Kinder e.V.“ für die erkrankten Kinder und deren Familien. Besonders wichtig ist ihm und seinen Mitstreitern, dass die betroffenen Kinder nicht mehr ausgegrenzt werden. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit über AIDS und HIV zu informieren, Ausflüge und Urlaube für Kinder zu organisieren und den Austausch betroffener Familien untereinander zu fördern. Wir sind seit nunmehr fast 10 Jahren Professor Baumann und seinem Engagement nachhaltig und partnerschaftlich verbunden. Gemeinsam sorgen
wir dafür, dass ein Teil der in der HIV-Ambulanz betreuten Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern einmal im Jahr eine Woche unbeschwerten Urlaub genießen können. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Besonders stolz sind wir, dass uns vor kurzem aus dem Kreis unserer Mitglieder das Angebot für eine Wochenend-Freizeit für die Kinder erreicht hat.