KWA SANI | Wir schenken einer Region die Zukunft ihrer Kinder!

Südafrika ist die Regenbogen Nation. Wir lieben die Menschen, das Land mit all seinen Farben, die Vielfalt und die Hoffnung. Unser größter Stolz ist unser Engagement in der ländlichen, Region Kwa Sani im Bundesland Kwazulu Natal, direkt am Fuße der Drakensberge.

3 Autostunden entfernt von der Metropole Durban liegen die Orte Underberg und Himeville. Hier auf 1.600 m Höhe gibt es keine Industrie, nur Farmen, Kleinbetriebe und in geringem Maße auch Tourismus. Und mehr als 50% Arbeitslosigkeit!

Wir waren mutig genug unserem Engagement genau hier eine Vision zu verleihen, die gleichzeitig auch unsere Mission bedeutet: „Wir schenken einer Region die Zukunft ihrer Kinder!“ Dahinter steckt eine von Beginn an durchdachte Strategie die schon nach den ersten Jahren zeigt, wie ein eng verzahntes Netz aus Weitsicht, Engagement, Zusammenarbeit, Finanzierungen und Nachhaltigkeitsdenken einer ganze Region die richtigen Impulse geben kann.

Mit der kontinuierlichen, aufeinander aufbauenden Umsetzung unserer Projekte stehen wir heute vor einem weiteren Meilenstein unseres Gesamtkonzeptes: der Herausforderung einer umfassenden Zukunftssicherung. Wie erhalten wir alle unserer geschaffenen Werte, Strukturen und Beziehungen? Welche Basis ist notwendig, um die eingeschlagene Richtung konsequent weiter zu gehen?

Seit dem Beginn des Jahres 2020 arbeiten wir mit einem neuen Patenschaftsmodell. Wir haben unser Engagement dabei in zwei Hauptbereichen aufgeteilt (Sehen Sie dazu das Schaubild): Sustainable Community und Future Fund. Die beiden Hauptbereiche gliedern sich in jeweils fünf Unterbereiche. Die Wirkrichtungen sind schnell erkennbar. In der Ansprache möglicher Paten, geben wir so eine wichtige Orientierungshilfe. Interessenten können sich entweder für einen der beiden Hauptbereiche entscheiden, oder aber im Detail bestimmen, in welchem Einsatzbereich ihre Patenschaft wirken soll.


Sustainable Community:
Mit den Patenschaften in diesem Bereich wollen wir langfristig und nachhaltig die Existenz der hier zugeordneten Projektbausteine sichern und ausbauen. Schwerpunkte sind hier die Werterhaltung der Gebäude und Einrichtungen, die Erhaltung und der Ausbau der geschaffenen Strukturen, die Absicherung der erforderlichen Beiträge zum Unterhalt und stetige Verbesserungen in den jeweiligen Bereichen.

Future Fund heißt: In diesem Bereich haben wir alle Projektbausteine zusammengefasst, die auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen einzahlen. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf dem Sport als verbindendem Element, der Persönlichkeitsbildung und allgemeinen Lebensentwicklung (Gesundheit, Umwelt, Kultur) und vor allem der Berufsorientierung, der Ausbildung und der Begleitung in ein selbstständiges Berufsleben.


Paten geben Zukunft! Wenn Sie gerne eine nachhaltige und langfristige Verantwortung übernehmen wollen, sprechen Sie uns bitte an. Sie werden gebraucht und können verfolgen, was mit und durch Ihre Unterstützung entsteht.

BE PART OF IT.

Sustainable Community

Future Fund

Eine besondere Geschichte - Thato Jama

Mein Name ist Thato Jama und ich bin als erster in das Saarhome in Underberg eingezogen. Zusammen mit meinen Geschwistern wuchs ich im Waisenhaus Clouds of Hope auf. Ich möchte hier meine Geschichte erzählen, um zum einen zu zeigen, wie wichtig und wie sinnvoll das Engagement von Helfern und Unterstützern ist. Nur dadurch konnte ich meinen eigenen Weg gehen. Zum anderen möchte ich dafür meinen Dank ausdrücken.

Ich wurde 1994 in Pietermaritzburg geboren. Dort haben wir 4 Jahre gewohnt, bevor mein Vater, unser Ernährer, schwer krank wurde. Meine Mutter entschied, mit uns Kindern an einen anderen Ort zu ziehen, damit wir Kinder unseren Vater nicht so sehen. Ein paar Wochen später ist er gestorben und sie haben uns den Sarg gebracht. Zum ersten Mal habe ich begriffen, dass es keine Rückkehr gibt, wenn jemand tot ist. Ich war unendlich traurig. Ich konnte mir nicht vorstellen, ohne meinen Vater zu leben, musste aber schnell lernen, stark zu sein, um meiner Mutter das Leben nicht noch schwerer zu machen.

Dann passierte das Unfassbare: Auch meine Mutter erkrankte. Wir zogen nach Underberg, Mutter bekam Arbeit als Haushaltshilfe auf einer Farm in der Nähe von Goxhill. Zur Schule mussten wir 15 km laufen. Meine Mutter hatte eine Lungenentzündung und ihr Zustand verschlechterte sich zusehends. Wir zogen nach Kilmun, um bei meiner Großmutter zu leben, Mutter kam in ein Krankenhaus. Es dauerte nicht lange, dann der Anruf. Als Großmutter sagte, dass Mutter gestorben sei, fing sich alles an zu drehen. Wie sollte es weitergehen ohne Eltern? Meine Großmutter versuchte mich zu trösten, dass eines Tages für uns alles besser sein würde.

Wir zogen zu meinem Großvater und seinem Sohn. Was wir nicht wussten, war, dass unser Onkel Alkoholiker war. Er schrie uns an und schlug uns. Wir mussten für ihn arbeiten und doch selbst für unser Essen sorgen. Manchmal bereicherten in den Feldern gejagte Mäuse unseren Speiseplan.

Meine Geschwister und ich entschieden, wegzulaufen. Zu einer Tante in Himeville, 25 km zu Fuß. Ihr Cottage war aber zu klein für uns alle und so mussten wir zurück zu Großvater und Onkel. Für unser Weglaufen wurden wir bestraft. Eines Tages kamen Leute in einem großen gelben Auto der Sozialfürsorge und sprachen mit Großvater und Onkel. Sie kamen wieder und fragten, ob wir in ein Heim ziehen wollten, in dem man auf uns aufpasst und uns zur Schule schickt. Ich hatte das Gefühl, dass dies alles von unserer Tante organisiert worden war. Wir gingen mit, was sollten wir sonst tun?

Es war eine solche Veränderung! Das Heim sah aus wie ein vornehmes Hotel. Gott hatte das alles geplant, da war ich sicher. Er wusste, wo ich hinkommen sollte. Es war „Clouds of Hope“, gegründet von „Gogo“ Sister Abigail und Mum Trish Crawley. Es war der Wendepunkt in meinem Leben und ich bin unendlich dankbar dafür.

So wie meine Geschwister und ich Hilfe gebraucht und erfahren haben, brauchen diese auch andere Kinder. Sie brauchen Sie.

Gott schütze Sie!